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Lösungsorientierter Ansatz

Der Lösungsorientierte Therapie-Ansatz wurde von Steve de Shazer und Insoo Kim Berg in den USA entwickelt.

Der Fokus in der Therapie wird auf die Problemlösung und die Entdeckung bisher ungenutzter Stärken gelegt.

Dabei geht man davon aus, dass es leichter ist, eine schon vorhandene Veränderung, so klein sie auch sein mag, zu vergrößern statt etwas herzustellen, was noch nicht existiert. Hier hilft zum Beispiel die Suche nach Ausnahmen oder die Bewusstmachung von Veränderungen, die sich zufällig ereignen und die für eine Lösung genutzt werden können.

Drei goldene Regeln

Drei Sätze, die von Steve de Shazer stammen, die man auch als die Drei "goldenen Regeln" des lösungsorientierten Ansatzes bezeichnen könnte:

  1. Wenn es nicht kaputt ist, repariere es auch nicht!
  2. Wenn etwas nicht funktioniert, hör' auf damit, mache etwas anderes!
  3. Wenn etwas funktioniert, mach mehr davon!

vgl. Wikipedia

Was simpel klingt ist in Wirklichkeit nicht einfach und erfordert viel therapeutisches Geschick und Erfahrung. Denn Menschen kommen mit echten Problemen, die sie ernst genommen wissen möchten. Dies zu tun und sie gleichzeitig hin zu einer Lösung zu führen, ist Aufgabe des lösungsorientierten Therapeuten. In einem lösungsorientierten Dialog erarbeiten wir Ziele, die konkret und messbar sind und die die Richtung der Veränderung anzeigen. Durch verschiedenartige Fragen und den Fokus auf Ausnahmen und Stärken, wird die angestrebte Veränderung ermöglicht.

Aber wie geht das: Veränderung?

Veränderung tritt auf verschiedene Art und Weise auf, emotional, im Denken und im Verhalten.

„Wenn sich die Gefühle, die mit einem Problem verknüpft sind verändern, wird ein anderer Blickwinkel möglich, der ein anderes Verhalten nach sich zieht; wenn man eine problematische Situation positiv sehen kann, ergeben sich vielleicht Verhaltensänderungen und es entstehen im Hinblick auf das gleiche Problem neue Gedanken und Gefühle; wenn man sich anders verhält, ergeben sich emotionale und wahrnehmungsmäßige Veränderungen. Diese Phänomene sind eng miteinander verflochten und aufeinander bezogen.“

Aus: „Familien- Zusammenhalt(en)“ von Insoo Kim Berg, 1992, Verlag Modernes Lernen, S.67

 

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